Satzung



ARBEITSGEMEINSCHAFT DEUTSCHSPRACHIGER NEUROANAESTHESISTEN UND NEUROINTENSIVMEDIZINER (ADNANI)

§1. Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

1) Die Arbeitsgemeinschaft führt den Namen "ARGE Deutschsprachiger Neuroanaesthesisten und Neurointensivmediziner". Es kann auch die Kurzform ADNANI verwendet werden.

2) Die Arbeitsgemeinschaft hat ihren Sitz in Linz, Österreich, und erstreckt ihre Tätigkeit auf den deutschsprachigen Raum Europas, insbesondere die Bundesrepublik Deutschland, die Schweiz, Liechtenstein und Österreich.

3) Die Arbeitsgemeinschaft ist im Vereinsregister eingetragen.

§2. Zweck

1) Die „ ARGE Deutschsprachiger Neuroanaesthesisten und Neurointensivmediziner „ hat den Zweck, die weitere Entwicklung der Neuroanaesthesie und Neurointensivmedizin im allgemeinen Interesse zu fördern und durch regelmäßige wissenschaftliche Zusammenkünfte, die Interessen und Belange aller im Arbeitsbereich Neuroanaesthesie/Neurointensivmedizin tätigen Mediziner, Techniker und Bioingenieure zu koordinieren und Richtlinien für eine kooperative Zusammenarbeit auszuarbeiten. Ziele der Arbeitsgemeinschaft sind insbesondere:

a) Das Neuromonitoring und seine Bedeutung in der Praxis weiter voranzutreiben, wobei Richtlinien und relevante Parameter dazu in Gemeinsamkeit erarbeitet werden sollen;

b) Die Entwicklung neuer Ideen zukünftiger Systemkonfigurationen, um der Industrie Richtlinien und Hilfestellung aus der Praxis für die Entwicklung zu geben;

c) Die laufende kritische Evaluation der am Markt befindlichen Geräte mit gegebenenfalls auszusprechenden Empfehlungen zur Anwendung im klinischen Bereich;

d) Die fortlaufende Einschulung mittels spezieller Arbeitsgespräche für interessierte Kollegen, welche eine Einführung spezieller Überwachungsmethoden resp. -maßnahmen in ihre klinischen Arbeitsbereiche planen;

e) Die enge Zusammenarbeit mit Industrie, um durch die Symbiose aus klinischer Erfahrung und technischem „know how“ das Neuromonitoring zu intensivieren;

f) Einbeziehung der Fortbildung des neuroanaesthesiologischen und neurointensivmedizinischen Pflegepersonals.

2) Die "ARGE Deutschsprachiger Neuroanaesthesisten und Neurointensivmediziner" erstrebt keinen Gewinn und unterhält keinen wirtschaftlichen Geschäftsbereich. Die Finanzierung des laufenden Vereinswesens erfolgt durch die einzuhebenden Mitgliedsbeiträge. Allfällige Unterstützungen durch die Industrie oder dem Verein nahe stehenden Personen werden ausschließlich dem Vereinszweck „Fort-und Weiterbildung“ gewidmet. Die Verwendung des Vermögens und der Einkünfte wird ausschließlich durch den Verbandszweck bestimmt. Über die Anlage und Verwendung des Vermögens entscheidet der Vorstand.

3) Etwaige Gewinne dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder dürfen keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln der "ARGE Deutschsprachiger Neuroanaesthesisten und Neurointensivmediziner" erhalten.

§3. Mitgliedschaft

1) Als ordentliche Mitglieder können Ärzte, Naturwissenschafter und solche Personen aufgenommen werden, die ein Interesse an der Neuroanaesthesiologie und Neurointensivmedizin zeigen und deren wissenschaftliche, wirtschaftliche und technische Kenntnisse der Arbeitsgemeinschaft zu dienen vermögen.

2) Als außerordentliche Mitglieder können Ärzte, Naturwissenschafter und solche Personen aufgenommen werden, die ein besonderes Interesse an den neuroanaesthesiologisch/neurointensivmedizinischen Problemstellungen zeigen und deren wissenschaftliche, wirtschaftliche und technische Kenntnisse der ADNANI zu dienen vermögen.

3) Personen, die sich in besonderem Maß um die von der Arbeitsgemeinschaft vertretenen Belange verdient gemacht haben, kann durch den Beschluss des Vorstandes und der Mitgliederversammlung die Ehrenmitgliedschaft verleihen werden. Der Beschluss bedarf in beiden Organen einer Vierfünftelmehrheit.

§4. Erwerb und Beendigung der Mitgliedschaft

1) Der Aufnahmenantrag ist vom Antragsteller zu unterzeichnen.

2) Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

3) Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod und durch freiwilligen Austritt. Der freiwillige Austritt kann jederzeit nach formloser schriftlicher Meldung erfolgen.

4) Der Ausschluss eines Mitgliedes kann vom Vorstand wegen Verletzung der Mitgliedspflichten verfügt werden.

5) Die ausscheidenden Mitglieder haben keinen Anspruch auf das Vermögen der Arbeitsgemeinschaft.

6) Rechte und Pflichten der Mitglieder

a) Alle Mitglieder sind berechtigt, alle Veranstaltungen des Vereines zu besuchen, sowie bestehende Einrichtungen des Vereines zu benützen. Das Stimmrecht in der Generalversammlung, sowie das aktive und passive Wahlrecht steht nur den ordentlichen Mitgliedern zu.

b)Alle Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereines nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und die Ziele des Vereines geschädigt werden könnten. Sie haben die Statuten des Vereines und alle Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten.

c) Die ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder sind zur regelmäßigen und termingerechten Zahlung der Mitgliedsbeiträge in der von der Generalversammlung beschlossenen Höhe verpflichtet.

§5. Organe

Die Arbeitsgemeinschaft hat ständige und nichtständige Organe:

1) Ständige Organe der Arbeitsgemeinschaft sind:

a) Der Vorstand

b)Die Mitgliederversammlung

2) Nichtständige Organe der Arbeitsgemeinschaft sind:

a) Von Fall zu Fall einzusetzende Arbeitsausschüsse und Kommissionen.

§6. Der Vorstand

1) Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden und seinen beiden Stellvertretern, einem Generalsekretär. einem Schriftführer, einem Kassenführer und einen EDV-Koordinator. Sie zeichnen für den Verein bzw. ein hiefür ausdrücklich bevollmächtigtes Vorstandsmitglied.

2) Der Vorsitzende und seine beiden Stellvertreter sollen aus unterschiedlichen Staaten stammen und werden für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Sie sind berechtigt die Arbeitsgemeinschaft gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten.

3) Ihre Amtszeit beginnt mit dem ersten Januar des auf die Wahl folgenden Geschäftsjahres. Scheidet ein Mitglied des Präsidiums vorzeitig aus seinem Amt aus, so bestimmt das Präsidium einen Vertreter bis zur Wahl eines Ersatzmannes durch die nächste Mitgliederversammlung.

4) Der Vorstand hat die ihm durch die Satzung zugewiesenen Rechte und Pflichten. Zu seinen Aufgaben gehört insbesondere die Überwachung der Führung der laufenden Geschäfte und die Erledigung der ihm von der Mitgliederversammlung zugewiesenen Angelegenheiten.

5) Der Vorsitzende beruft die Sitzungen der Arbeitsgemeinschaft schriftlich unter Mitteilung der Tagesordnung ein und führt den Vorsitz. Er wird im Falle seiner Verhinderung in den ihm obliegenden Aufgaben durch den Stellvertreter vertreten. Er hat zu einer Sitzung einzuberufen, wenn dies ein Mitglied des Vorstandes verlangt.

6) Der Generalsekretär wird von der Hauptversammlung für einen Zeitraum von drei Kalenderjahren gewählt. Seine Wahl erfolgt ein Jahr vor Amtsablauf seines Vorgängers, um die notwendige Kontinuität durch Einarbeitung des Nachfolgers zu gewährleisten. Wiederwahl ist möglich. Dem Generalsekretär obliegt es, die Kontinuität in der Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft zu wahren. In dieser Eigenschaft unterstützt er den amtierenden Vorstand.

7) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend ist. Die Beschlussfassung erfolgt mit einfacher Stimmenmehrheit.

8) Der Kassenführer verwaltet die Kasse der Arbeitsgemeinschaft und führt ordnungsgemäß Buch über alle Einnahmen und Ausgaben. Der Kassenführer nimmt Zahlungen für die Arbeitsgemeinschaft gegen Quittung in Empfang und hat der Mitgliederversammlung einen Rechenschaftsbericht zu erstatten.

9) Nach Überprüfung und Richtigbefundung des Kassenberichtes durch zwei von der Mitgliederversammlung gewählte ordentliche Mitglieder wird dem Kassenführer von der Hauptversammlung die Entlastung erteilt.

10) Über die Sitzungen des Vorstandes und der Mitgliederversammlung sind Niederschriften zu verfertigen, die vom Schriftführer und vom Vorsitzenden oder Stellvertreter unterzeichnet werden.

§7. Mitgliederversammlung

1) Mindestens einmal im Jahr hat eine ordentliche Mitgliederversammlung stattzufinden. Den Vorsitz in der Mitgliederversammlung führt der Vorsitzende.

2) Die Mitgliederversammlung beschließt über

a) die Entgegennahme des Jahresberichtes des Vorsitzenden;

b) die Entlastung des Vorstandes und des Kassenführers;

c) die Wahl des Vorsitzenden, des Stellvertreter und der übrigen Mitglieder des Vorstandes, soweit sie nicht anderen Organen vorbehalten ist;

d) die Festsetzung des Jahresbeitrags der Mitglieder;

e) Satzungsänderungen;

f) die Auflösung der ADNANI und die Verwendung des Verbandsvermögens nach Auflösung sowie über

g) sonstige Anträge.

3) Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind einzuberufen, wenn das Interesse der ADNANI es erfordert oder die Einberufung von einem Drittel sämtlicher Verbandsmitglieder gefordert wird oder die Einberufung von mindestens einem Zehntel der Mitglieder vom Leitungsorgan verlangt wird.

4) Sowohl zu einer ordentlichen, wie auch zu einer außerordentlichen Generalversammlung sind alle Mitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin mittels einer Aussendung (postalisch oder auf elektronischem Wege per e-mail) einzuladen. Die Anberaumung hat unter Angabe einer vorläufigen Tagesordnung zu erfolgen. Die Frist von zwei Wochen beginnt mit dem Datum der Aussendung (Datum des Poststempels oder Versanddatum der e-mail-Aussendung).

a) Anträge zur Generalversammlung sind mindestens fünf Tage vor dem Termin der Generalversammlung beim Vorstand schriftlich einzureichen.

b) Anträge zur Tagesordnung können auch am Beginn der Generalversammlung mit einfacher Mehrheit in das Programm aufgenommen werden. Danach wird die endgültige Tagesordnung mit einfacher Mehrheit beschlossen.

c) Nach Festlegung der Tagesordnung können Beschlüsse nur zu Tagesordnungspunkten gefasst werden.

d) Zu Satzungsänderungen ist eine Mehrheit von Zweidrittel, zur Auflösung des Verbandes eine von Vierfünftel der abgegebenen Stimmen erforderlich.

e) Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte aller Stimmberechtigten anwesend ist. Ist dies nicht der Fall, so ist die Mitgliederversammlung nach Ablauf von 15 Minuten ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig.

f) Sie fasst Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Präsident.

§8. Arbeitsausschüsse

Zur Bearbeitung von Fragen allgemeiner und fachlicher Art können durch den Vorstand Arbeitsausschüsse gebildet werden. Sie haben die Aufgabe, dem Vorstand Vorschläge zu unterbreiten und, wenn notwendig, Gutachten zu erstellen. Der Vorstand hat das Recht, den Mitgliedern dieser Ausschüsse für ihre Tätigkeit eine Vergütung zu bewilligen.

§9. Vergütungen

Alle Ämter sind ehrenamtlich. Es werden lediglich die nachgewiesenen Barauslagen vergütet. Soweit Dienstleistungen zu vergüten sind, bestimmt sich ihre Höhe nach den üblichen Richtsätzen.

§10. Geschäftsjahr und Erfüllungsort

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr; der Erfüllungsort ist Linz.

§11. Abstimmungen, Wahlen

1) Bei Abstimmungen und Wahlen entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit nicht die Satzung etwas anderes bestimmt.

2) Stimmengleichheit gilt bei Abstimmungen als Ablehnung des Antrags.

3) Ergibt sich bei Wahlen Stimmengleichheit bei Kandidaten mit der höchsten Stimmenzahl, so wird die Wahl zwischen diesen Kandidaten wiederholt. (Stichwahl). Bei erneuter Stimmengleichheit entscheidet das Los.

4) Abstimmungen und Wahlen sind geheim durchzuführen, wenn zehn Stimmberechtigte dies in der Mitgliederversammlung verlangen.

§12. Auflösung des Verbandes

1) Für die Auflösung der ADNANI gelten die gesetzlichen Vorschriften. Das Vermögen ist zu gleichen Teilen den übergeordneten anaesthesiologischen Berufsverbänden der Bundesrepublik Deutschland, der Schweiz und Österreich zuzuführen.

2) Eine Zuwendung von Vermögen oder Vermögensvorteilen an Mitglieder des Berufsverbandes ist sowohl im Falle ihres Ausscheidens als auch der Auflösung oder Aufhebung des Berufsverbandes ausgeschlossen.

§13. Schiedsgericht

In allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten entscheidet ein Schiedsgericht.

Das Schiedsgericht wird gebildet, indem jeder Streitteil ein (zwei) Vereinsmitglied(er) als Schiedsrichter namhaft macht, die ein drittes (fünftes) Vereinsmitglied als Vorsitzenden wählen.

Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.

Die Entscheidungen des Schiedsgerichtes werden mit einfacher Stimmenmehrheit getroffen und sind endgültig.



Linz, 29. November 2008